Keine Angst vorm Vorstellungsgespräch

Ein Kloß im Hals, feuchte Hände und ein flaues Gefühl in der Bauchgegend – das Gefühl kennen viele Bewerber, wenn sie in ihr erstes Vorstellungsgespräch gehen. Wie wird das Gespräch verlaufen? Welche Fragen werden mir gestellt? Kann ich überzeugen? Wie komme ich rüber? Mit ein paar Tipps zur Vorbereitung kann der Nervosität entgegen gewirkt werden.

Die richtige Vorbereitung

Vor allem beim ersten Vorstellungsgespräch ist es wichtig, sich ausführlich vorzubereiten. Mit der richtigen Vorbereitung werden viele Unsicherheitsfaktoren schon im Vorfeld aus dem Weg geräumt. Ihr solltet vor dem Gespräch das Gefühl haben, alles getan zu haben, um euch im Vorfeld bestmöglich zu rüsten.

Das Unternehmen kennen

Der erste Schritt: Sich über das Unternehmen gründlich zu informieren. Das geht am Besten zunächst über die Homepage. Oft gibt es hier schon ausführliche Informationen über den Betrieb. Aber nicht nur der Internetauftritt sollte begutachtet werden. Gibt es Flyer oder Broschüren, die zum Download bereit stehen? Dann nichts wie anschauen.  Oder gebt doch einfach einmal den Namen des Unternehmens in die Suchmaschine ein und lasst euch überraschen, auf was ihr stoßt. Wenn das Unternehmen Produkte herstellt, solltet ihr Bescheid wissen, was das Produkt kann und ob es verschiedene Ausführungen gibt. Und selbst, wenn der Interviewer kein Wissen über das Unternehmen abfrägt – ihr seid zumindest sicher, alles zu wissen.

Der richtige Auftritt

Ein sehr wichtiges Thema beim Vorstellungsgespräch ist das Outfit, in dem ihr euch vorstellt. Muss ich als Mann einen Anzug anziehen? Schmuck oder lieber natürlich? Hier gibt es eigentlich nur zwei Regeln, die zu beachten sind: Passt das Outfit zu mir und ist es für den Beruf, auf den ich mich bewerbe, angemessen? Wer sich für einen Job als Mechaniker im Kostüm oder Anzug präsentiert ist wahrscheinlich genau so fehl am Platz wie jemand, der sich in Jeans und T-Shirt auf eine Ausbildungsstelle in der Bank bewirbt. Informiert euch am Besten vorab, welche Kleidung in der Branche üblich ist.

Nicht nur das Outfit, sondern auch das gesamte Erscheinungsbild sollte stimmen. Generell gilt: Weniger ist mehr, vor allem bei Parfum und Make-Up. Herren machen nichts falsch mit einem dezenten Aftershave, Frauen sollten auf nicht zu starke Schminke achten. Ein Tipp noch: Legt euch das geplante Outfit schon am Vorabend bereit und kontrolliert nochmal, ob das Hemd gebügelt, die Bluse fleckenfrei und die Schuhe geputzt sind.

Bus, Bahn, Auto oder doch Fahrrad?

Der Gedanke an ein Vorstellungsgespräch macht uns oft nervös weil wir nicht wissen, was uns erwartet. Deshalb solltet ihr im Voraus planen, wie ihr zum Gespräch kommt. Wenn das Unternehmen in eurer Nähe ist, fahrt doch einfach im Voraus schon einmal hin und schaut, was euch erwartet. Handelt es sich um ein kleines Gebäude oder einen großen Komplex? Gibt es Parkplätze oder komme ich besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln? Wo ist der Eingang? Wenn diese Fragen schon vorab geklärt sind, werdet ihr mit mehr Sicherheit zum Vorstellungstermin gehen und gleich zu Beginn selbstbewusster wirken.

Fragen, die üblich sind, kennen

Es ist nie vorherzusehen, welche Fragen beim Gespräch aufkommen. Jeder Personaler, jeder Geschäftsführer hat einen anderen Stil, das Gespräch durchzuführen. Einige Fragen sind jedoch typisch: „Was reizt Sie besonders bei dieser Stelle?“ „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“ „Wo liegen Ihre Stärken?“ „Wo sehen Sie Ihre Schwächen?“  „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“  „Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag auf der angestrebten Stelle vor?“

Sehr beliebt sind auch Fragen, bei denen ihr  zu wichtigen Anforderungskriterien wie Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen oder Zuverlässigkeit Beispiele aus der Vergangenheit nennen sollt, wo ihr diese Eigenschaften bewiesen habt. Es ist wichtig, eurer Bewerbungsanschreiben noch einmal durchzugehen und euch Antworten zu überlegen. Hier ist persönliche Kreativität gefragt: Teamfähigkeit kann auch beim Sport, Zuverlässigkeit beim Nebenjob bewiesen werden. Gerade junge Bewerber können auf solche Beispiele zurückgreifen.

Eigene Fragen überlegen

Auf die Frage: „Haben Sie noch Fragen“ gibt es eigentlich nur eine richtige Antwort: „Auf jeden Fall“. Überlegt euch in jedem Fall fragen, die ihr dem Unternehmen stellen wollt. Hier lässt sich nochmals auf den Punkt „Das Unternehmen kennen“ verweisen. Überlegt euch interessante, nicht zu abgedroschene Fragen. Auf diese wird in der Praxis großen Wert gelegt. Eigene Fragen sind das Symbol für Eigeninitiative, Selbstbewusstsein und sie signalisieren eine professionelle Einstellung.

Rückfragen gibt es viele. Hier nur einige Beispiele: Wie lange hat mein Vorgänger in der Position gearbeitet? Wie werden Talente und Stärken bei Ihnen gefördert? Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen aktuell stellen? Oder auch ganz frech: Warum arbeiten Sie für das Unternehmen? 

Macht euch immer wieder bewusst, dass ihr kein Bittsteller seid, sondern ein gleichberechtigter Partner in einer Vertragsverhandlung. Das Unternehmen braucht einen Auszubildenden, sonst wärt ihr nicht beim Gespräch. Also seid selbstbewusst und traut euch auch, Fragen zu stellen und selbtbewusst zu sein.

Keep smiling!

Und zum Schluss: Gehe mit einer positiven Einstellung in das Gespräch. Sei freundlich, halte Blickkontakt und zeige trotz Nervosität auch mal ein ehrliches Lächeln. Schließlich kann ein Lächeln auch im Vorstellungsgespräch Berge versetzen und Brücken bauen.

 

 

 

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